Spaß, Chaos und Erfahrungen
Es war so weit…
Am Montag meine allerersten beiden Unterrichtsstunden in der 9. Klasse Biologie. Für die Vorbereitung hatte ich mir mittelmäßig viel Zeit gegeben und eigentlich hatte ich das Gefühl, dass es ganz gut werden würde. Nun ja… letztendlich aber artete zumindest die erste Stunde in mittleres Chaos aus. Ich hatte mir vorgenommen die Experimente der letzten Woche zu besprechen und hatte das wohl zu trocken aufgezogen das. Da half aucheine Computersimulation und die Tafel nicht darüber weg, dass eswohl für sie zu langweilig war. Auf jeden Fall suchte sich die Klasse, nachdem sie bemerkte, dass ich ihnen zu wenig zu tun gebe, eine eigene Beschäftigung und das zeigte sich dann in Störungen, Lachen undgeistige Abwesenheit. So quälte ich mich mehr oder weniger mit ihnen durch die erste Stunde, aber die zweite würde etwas besser werden. Nach einer kurzen Nachbesprechung mit Frau K. enbtschieden wir uns noch ein AB zu kopieren und so begann dann auch schon die nächste Unterrihtseinheit: Farbsehen. Dies verlief um einiges angenehmer, da sie still lesen sollten, eine Aufgabe dazu bekamen und im allgemeinen ein gewisses Interesse dafür da war. Ich glaube für eine 6. Stunde in einer 9. Klasse verlief diese ganz OK. Mein Fazit… Schüler müssen was zu tun haben, sonst suchen sie sich Beschäftigung, meist zum Leid der Stunde. =)
Der Dienstag hingegen war spitzenmäßig. Ich hatte die 11. Klasse von Herrn S. und die Stunden verliefen prima. Arbeitsblääter, ein Experiment, Übungen… alles wurde positiv aufgenommen und still gemacht. Ich war hin und weg von der Klasse, als sie das eine mal etwas lauter wurde und ich eher coolant um Ruhe bat und alle sofort meiner Anweisung folgten. Sowohl mir, als auch ihnen, so denke ich, haben die 90 Minuten sehr viel Spaß gemacht und das Erstaunen war groß, als ich ihnen meine kleine Verätzung an der Hand zeigte. Das nenne ich angewandte Chemie XD Dieser Tag war wundervoll.
Wobei man aber sagen muss, dass die beiden Stunden vor meinen meine erste Biostunde gestern toppte. Es flogen Becher, Schüler liefen planlos im Raum hin und her, unterhielten sich lauthals, machten „Spaßprügelein“ und ähnliches. Es war dieselbe Klasse, die mir auch gestern so ein Kopfzerbrechen bereitete und egal was Herr S. versuchte, wirklich Ruhe bekam er nicht herein. Im nachhinein war ich bloß riesig erleichtert, dass ich in dieser Stunde nicht als Lehrerfigur angesehen wurde.
Dennoch, die Erfolge überwiegen in meinem Geiste und ich freue mich schon wieder aufn ächste Woche: Da wird die 9. Klasse Augen präparieren dürfen und da werde ich wohl Aushilflehrer spielen und für die Che-Klasse habe ich auch wieder die nächsten Ideen.
Lehrer sein, wohl nicht immer leicht, teilweise sehr anstrengend, aber wenn man gut vorbereitet ist, die Schüler mit einbezieht und Spaß vermittelt… dann ein Beruf, den ich nich eintauschen würde. Der Enthusiasmus für diesen Beruf ist ungebremst, auch von dieser „Fehlstunde“

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