Der erste Tag
Gestern (Montag) war es schließlich so weit: Seit langem betrat ich wieder die Gefilde einer Schule und erstmalig aus einer ganzen anderen Perspektive: Die eines Lehrers. Doch zunächst zu dem Gespräch mit Herr S.
Es war äußerst spannend zu sehen, was er bereits geplant hat und was in meinen 4 Wochen an Stoff vermittelt werden soll und woran ich mich dann auch messen darf und das Gespräch darüber, wie man was machen kann war sehr angeregt, aber auch lustig. Hellauf begeistert betrachtete er das “Shift Happens” Video und meinte, dass ich das doch unbedingt in der Klasse vorstellen sollte. Das wird dann heute meine Aufgabe sein, in einer der Stunden, die ich heute in der Chemie bei ihm übernehmen werde.
Doch nun zu meinen ersten Erfahrungen gestern:
Ich hatte mich mit der Kursteilnehmerin Uta verabredet früh am morgen, um zusammen Biologie zu hospitieren in der 7. Klasse. Thema: Sprossachse. Der Unterricht war zwar quirlig, aber dennoch effektiv. Frau K. hatte die Bande gut im Griff. =) In einem anschließenden Gespräch erklärte sie sich sogar dazu bereit, mich die nächsten Wochen auch bei ihr hospitieren zu lassen und sogar etwas Unterricht zu übernehmen. So folgten die nächsten Stunden einer 12 Klasse: ruhig, etwas trocken aber sehr fachlich versiert.
Zu guter letzt von der 5.-6. Stunde noch eine 9. Klasse, bei der ich Frau K. doch ordentlich zur Hand gegangen bin: Strahlengang im Auge. Offen und ehrlich gestand sie mir zu, dass dies nicht gerade ihre Stärke sei und ich bot mich an, dass ich mein Glück versuchen kann und habe spontan meine Erklärung angebracht und auch angezeichnet. Uta meinte, es wäre mir ganz gut gelungen, ich für mein Teil fühlte mich dort vorne etwas unsicher, weil ich nicht wirklich im Stoff stand und versucht habe aus meinen alten Erinnerungen vor langer,langer Zeit zu unterrichten. Wie dem auch sei: Die Schüler meinten sie haben es verstanden (wie immer *g*) und wir gingen zum nächsten Punkt über: Schülerexperimente mit Augenmodellen. Während dieser sehr aktiven Phase der Schüler lief ich umher, gab hier und dort Tipps und bat die etwas “Überaktiven” auch etwas zur Ruhe. Alles in allem eine sehr nette Stunde, die mir persönlich viel Spaß bereitet hat.
Nächste Woche werde ich dann eine komplette Stunde unterrichten über die Auswertung der Experimente.
Fazit: Der heutige Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich habe auch viel gelacht und fühlte mich prompt auch ganz wohl in meiner Haut als Lehrerassistent vorerst. Da mich die Schüler in aller Regel auch sehr positiv aufgenommen haben bin ich guter Dinge in den nächsten Tagen einige angenehme Erfahrungen machen zu dürfen.

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