Das Ende des Praktikums

•März 8, 2008 • Kommentar schreiben

Dies war die letzte Woche dieser ereignisreichen Zeit voller Erfahrungen, Ideen und Erfolgen wie Misserfolgen. Noch einmal hatte ich in dieser Woche die Chance Untericht zu geben und wie gewohnt in meiner Bio-Klasse und meiner Chemie-Klasse.

Die Bio-Klasse hatte das Thema optische Täuschung. Zu dieser Sitzung war auch Herr Meyer anwesend und durfte sich das bunte Treiben mit anschauen, denn wiederum aufgrund von Herr H.s ausgezeichneter Vorbereitung habe ich sooo viel Material bekommen, dass wir eine super Stationsarbeit machen konnten. Da war auch der Missmut des zuvorigen Tests schnell vergessen, als ich das Thema ansprach. Die Einleitung, sowie das Gespräch danach, fand ich, gelang mir gut und die Schüler waren begeistert von der Stunde, was sie sogar mit Klatschen Kund taten.  In dem anschließenden Gespräch mit Herr Meyer wurden noch so einige Probleme und Aspekte angesprochen, die beim Lehrerdasein hinzukommen aber nichts desto trotz bin ich von meinem Berufswunsch begeistert.

Die nächste und somit letzte Chemie-Stunde am Dienstag. Wieder einmal gelang mir der Einstieg nur stockend und etwas… unstrukturiert. Nichts desto trotz half mir die Klasse über den holprigen Anfang und die Stunde verlief im weiteren echt spitze. Experiment mal wieder und zwei ABs. Groß war das Entsetzen als ich meinte: “Packt eure Chemiesachen weg, nehmt einen weißen Zettel, schreibt Datum darauf.” Alle dachten sofort “TEST”, aber natürlich hatte ich dies auch erzielen wollen, einfach als kleiner Scherz. Dann diktierte ich die Aufgaben: “Was hat mir an Herr B.s Unterricht gefallen… ” usw. und ein Grinsen wurde in ihren Gesichtern breit. Auf diese Weise hatte ich noch zahlreiche Feedbacks bekommen, die immer eins im Auge hatten: mir objektive Kritik zu bieten und dafür bin ich den Schülern sehr dankbar.

Es war eine tolle Zeit, manchmal etwas anstrengend und chaotisch aber nichts desto trotz war es teilweise so genial, lutstig und lehrreich. Ich werde dieses Praktikum immer in positiver Erinnerung haben und auch an dieser Stelle noch einmal vielen vielen Dank an Herr H., Frau K. und Herr S. Es war eine geile Zeit dank ihnen.

Letzte Woche

•März 8, 2008 • Kommentar schreiben

Die letzte Woche war ziemlich chaotisch, da aufgrund von Klassenfahrten, Krankheit und “Kurz vor Ferien” Veranstaltungen es zu diversen Verschiebungen und Ausfall kam. Dennoch hatte ich die Ehre am Montag mit “meiner” Bio-Klasse Augen sezieren zu dürfen und ich war erstaunt, wie engagiert und breitwillig die Schüler an dem Auge herum schnippelten =) Die Einleitung hatte Herr H. gemacht und er legte echt ein sehr gutes Fundament damit, dass die Stunde so toll ablaufen konnte.

Am nächsten Tag sollte die Chemie-Stunde folgen, jedoch war die Hälfte der Schüler im Physikpraktikum und so wurde die Stunde auf Freitag verlegt. Sie verlief so lala, da ich mich etwas hetzen ließ. Es gab viele Rückfragen auf meine Hausaufgabe, die natürlich keiner zu Hause gelöst hatte, und somit lief die Stunde sehr stockend an. Als sie dann aber noch meinten, dass sie keine Radikale kennen, wurde das kleinere Chaos perfekt, denn laut Herr S. kannten sie das schon. Wie dem auch sei, Spontanität ist einer meiner Stärken und so zauberte ich ein Tafelbild nach dem anderen an die Wand und erarbeitete mit ihnen das Thema Radikale in der Chemie. Ich war zwar danach gestresst, genau so wie die Schüler wohl auch, aber dennoch hatten wir alleschließlich noch ein Lächeln auf den Lippen.

Die Hospitationen verliefen sonst wie gewohnt, keine besonderen Zwischenfälle.

Spaß, Chaos und Erfahrungen

•Februar 20, 2008 • Kommentar schreiben

Es war so weit…

Am Montag meine allerersten beiden Unterrichtsstunden in der 9. Klasse Biologie. Für die Vorbereitung hatte ich mir mittelmäßig viel Zeit gegeben und eigentlich hatte ich das Gefühl, dass es ganz gut werden würde. Nun ja… letztendlich aber artete zumindest die erste Stunde in mittleres Chaos aus. Ich hatte mir vorgenommen die Experimente der letzten Woche zu besprechen und hatte das wohl zu trocken aufgezogen das. Da half aucheine Computersimulation und die Tafel nicht darüber weg, dass eswohl für sie zu langweilig war. Auf jeden Fall suchte sich die Klasse, nachdem sie bemerkte, dass ich ihnen zu wenig zu tun gebe, eine eigene Beschäftigung und das zeigte sich dann in Störungen, Lachen undgeistige Abwesenheit. So quälte ich mich mehr oder weniger mit ihnen durch die erste Stunde, aber die zweite würde etwas besser werden. Nach einer kurzen Nachbesprechung mit Frau K. enbtschieden wir uns noch ein AB zu kopieren und so begann dann auch schon die nächste Unterrihtseinheit: Farbsehen. Dies verlief um einiges angenehmer, da sie still lesen sollten, eine Aufgabe dazu bekamen und im allgemeinen ein gewisses Interesse dafür da war. Ich glaube für eine 6. Stunde in einer 9. Klasse verlief diese ganz OK. Mein Fazit… Schüler müssen was zu tun haben, sonst suchen sie sich Beschäftigung, meist zum Leid der Stunde. =)

Der Dienstag hingegen war spitzenmäßig. Ich hatte die 11. Klasse von Herrn S. und die Stunden verliefen prima. Arbeitsblääter, ein Experiment, Übungen… alles wurde positiv aufgenommen und still gemacht. Ich war hin und weg von der Klasse, als sie das eine mal etwas lauter wurde und ich eher coolant um Ruhe bat und alle sofort meiner Anweisung folgten.  Sowohl mir, als auch ihnen, so denke ich, haben die 90 Minuten sehr viel Spaß gemacht und das Erstaunen war groß, als ich ihnen meine kleine Verätzung an der Hand zeigte. Das nenne ich angewandte Chemie XD Dieser Tag war wundervoll.

Wobei man aber sagen muss, dass die beiden Stunden vor meinen meine erste Biostunde gestern toppte. Es flogen Becher, Schüler liefen planlos im Raum hin und her, unterhielten sich lauthals, machten “Spaßprügelein” und ähnliches. Es war dieselbe Klasse, die mir auch gestern so ein Kopfzerbrechen bereitete und egal was Herr S. versuchte, wirklich Ruhe bekam er nicht herein. Im nachhinein war ich bloß riesig erleichtert, dass ich in dieser Stunde nicht als Lehrerfigur  angesehen wurde.

Dennoch, die Erfolge überwiegen in meinem Geiste und ich freue mich schon wieder aufn ächste Woche:  Da wird die 9. Klasse Augen präparieren dürfen und da werde ich wohl Aushilflehrer spielen und für die Che-Klasse habe ich auch wieder die nächsten Ideen.

Lehrer sein, wohl nicht immer leicht, teilweise sehr anstrengend, aber wenn man gut vorbereitet ist, die Schüler mit einbezieht und Spaß vermittelt… dann ein Beruf, den ich nich eintauschen würde. Der Enthusiasmus für diesen Beruf ist ungebremst, auch von dieser “Fehlstunde”

Wie praktisch, wenn…

•Februar 14, 2008 • Kommentar schreiben

… der Praktikant da ist und er bei der Stundendurchführung helfen kann. =)

An diesem Tag hatte ich zunächst die 9. Klasse gestern aus der Biologie heute zunächst in Mathe. Jedoch beschäftigte sich diese in der ersten Stunde selbstständig am PC mit einer Mathe Software und in der darauffolgenden Stunde gab es Aufgaben dazu.

In der 3. und 4. Stunde jedoch hatte ich die Klasse von Herr S., mit der wir die “moderneren Medien” ausprobieren wollen. So war schon die Begrüßung sehr freundlich von ihnen und als es darum ging die Nomenklatur von Alkanen zu lernen und zu üben gab es inhaltlich einige Fragen, die ich in dann in kleineren Gruppen beim Herumgehen versuchte zu erklären und zu lösen. Da dies genau mein Thema war, hatte ich keine Probleme mit der Materie und fühlte mich sicher in der Position und ich fand es echt aufregend und spannend zu sehen, wie sie auf die Lösung kommen. Letztendlich habe ich so dann mehr oder weniger die erste Stunde alleine gehalten. Wozu sind denn sonst die Praktikanten da? *g*

In der letzten Stunde schließlich besprach Herr S. noch ein kleines neues Thema und in den letzten 15 Minuten bereitete ich die Klasse auf das Kommende vor: Zunächst ein paar Fragen gestellt über Digital-Natives, Bloggs, Wiki, Web 2.0… Hier und da gabs Meldungen, dass sie dies bereits kennen, aber im groben kaum Resonance. So startete ich das Video “Shift Happens” und der gewollte Effekt trat prompt ein: Erstaunen, leichtes Lachen usw. Eine anschließende Mini-Diskussion über Angst oder Chance brach sofort herein und sie wäre wohl sehr spannend gewesen, wenn da nicht die Zeit gewesen wäre. So resumierte ich noch einmal kurz, was dort Thema war und verabschiedete dann die Klasse.

Heute, also Mittwoch, werde ich mit Herr S. den nächsten Dienstag besprechen, den ich wirklich komplett halten soll. Dazu werden wir ein Experiment ausprobieren und den genauen Inhalt abgleichen. Anschließend werde ich noch 2 Stunden bei Frau K. hospitieren.

Der Dienstag selber hat mir sehr viel Spaß gemacht und die Lehrerrolle gefällt mir zunehmenst. =)

Der erste Tag

•Februar 12, 2008 • Kommentar schreiben

Gestern (Montag) war es schließlich so weit: Seit langem betrat ich wieder die Gefilde einer Schule und erstmalig aus einer ganzen anderen Perspektive: Die eines Lehrers. Doch zunächst zu dem Gespräch mit Herr S.

Es war äußerst spannend zu sehen, was er bereits geplant hat und was in meinen 4 Wochen an Stoff vermittelt werden soll und woran ich mich dann auch messen darf und das Gespräch darüber, wie man was machen kann war sehr angeregt, aber auch lustig. Hellauf begeistert betrachtete er das “Shift Happens” Video und meinte, dass ich das doch unbedingt in der Klasse vorstellen sollte. Das wird dann heute meine Aufgabe sein, in einer der Stunden, die ich heute in der Chemie bei ihm übernehmen werde.

Doch nun zu meinen ersten Erfahrungen gestern:

Ich hatte mich mit der Kursteilnehmerin Uta verabredet früh am morgen, um zusammen Biologie zu hospitieren in der 7. Klasse. Thema: Sprossachse. Der Unterricht war zwar quirlig, aber dennoch effektiv. Frau K. hatte die Bande gut im Griff. =) In einem anschließenden Gespräch erklärte sie sich sogar dazu bereit, mich die nächsten Wochen auch bei ihr hospitieren zu lassen und sogar etwas Unterricht zu übernehmen. So folgten die nächsten Stunden einer 12 Klasse: ruhig, etwas trocken aber sehr fachlich versiert.

Zu guter letzt von der 5.-6. Stunde noch eine 9. Klasse, bei der ich Frau K. doch ordentlich zur Hand gegangen bin: Strahlengang im Auge. Offen und ehrlich gestand sie mir zu, dass dies nicht gerade ihre Stärke sei und ich bot mich an, dass ich mein Glück versuchen kann und habe spontan meine Erklärung angebracht und auch angezeichnet. Uta meinte, es wäre mir ganz gut gelungen, ich für mein Teil fühlte mich dort vorne etwas unsicher, weil ich nicht wirklich im Stoff stand und versucht habe aus meinen alten Erinnerungen vor langer,langer Zeit zu unterrichten. Wie dem auch sei: Die Schüler meinten sie haben es verstanden (wie immer *g*) und wir gingen zum nächsten Punkt über: Schülerexperimente mit Augenmodellen. Während dieser sehr aktiven Phase der Schüler lief ich umher, gab hier und dort Tipps und bat die etwas “Überaktiven” auch etwas zur Ruhe. Alles in allem eine sehr nette Stunde, die mir persönlich viel Spaß bereitet hat.

Nächste Woche werde ich dann eine komplette Stunde unterrichten über die Auswertung der Experimente.

Fazit: Der heutige Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich habe auch viel gelacht und fühlte mich prompt auch ganz wohl in meiner Haut als Lehrerassistent vorerst. Da mich die Schüler in aller Regel auch sehr positiv aufgenommen haben bin ich guter Dinge in den nächsten Tagen einige angenehme Erfahrungen machen zu dürfen.

Die Planung beginnt

•Januar 24, 2008 • Kommentar schreiben

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich in letzter Zeit nichts in den Blog geschrieben habe. Jedoch beutelt mich seit Mitte Dezember das Chemie Praktikum und es hat mir nahezu jegliche Freizeit geraubt. Dennoch ging es natürlich mit dem Seminar weiter und den spannenden Micro Teaching Erfahrungen: Pfadfinder waren nur eines der Themen.

Doch nähert sich mein Schulpraktikum mit riesigen Schritten uns es sind ungefähr noch 2 Wochen bis zu dem Beginn. Allerdings freue ich mich darüber sehr: Ich will Lehrer werden und so komme ich diesem Ziel wohl doch ein ganzes Stück näher.

Schon jetzt, obwohl ich noch relativ wenig Rücksprache mit meinem exzellenten Tutor hatte, mache ich mir Gedanken, wie ich den Chemie-Unterricht der 10. Klasse mal etwas anders gestalten kann. Ein Klassenblog? Gemeinsames suchen im Internet? Smartboardnutzung soll auf jeden Fall statt finden und ich bin froh, dass das Praktikum in der VL-freien Zeit ist, sodass ich spannende Artkel, Animationen etc. im Internet suchen kann. Im Allgemeinen möchte ich, dass die Schüler aktiv lernen. Nicht nur, dass ich ihnen etwas vormache und zeige, sondern dass sie selbst arbeiten, vielleicht sogar etwas Spaß daran haben, und ihr Lernen aktiv erleben.

Nächste Woche ungefähr will ich mich mit Christian S. (mein Tutor)  treffen und die ersten Feinheiten besprechen und ich bin gespannt, wie er auf meine Vorschläge reagiert.

Alles in allem bin ich in dieser Hinsicht voller Elan und enthusiastisch diese neue Erfahrung zu meistern und zu erleben.

Nikolausi

•Dezember 17, 2007 • 1 Kommentar

Am 6.12., passend zum Nikolaus, fand unsere nächste Verantstaltung statt und wie es nicht anders zu erwarten war, wurde das Microteaching auch über dieses Thema gehalten: Mit Bravur gemeistert half der Einstieg über eine Mindmap, die mit Nikolaus zu tun hatte, einem einen leichten Zugang zu diesem Themengebiet erhalten. Recht interessant und unterhaltsam wurden wir über die religiösen Hintergründe aufgeklärt.

Was ich aber fast noch besser fand, war das Video, was wir im folgenden angeschaut haben:

Shift Happens

Echt Wahnsinn, was wir dort alles erfahren, wie enorm eigentlich gerade die Welt im Wandel ist/war. Sehr nachdenklich hat mich dies gestimmt und das Resultat davon war, eine Bekräftigung meines Glaubens, dass die Schule, jetzt wie sie ist, oder vielleicht mal war, geändert werden MUSS. In “alten” Büchern lesen, das starre “System” der Tafel-Kreide. Entdecke die Möglichkeiten neuer Veranschaulichungen und Mitarbeitmöglichkeiten: Web 2.0 Ein Zukunftsmodell? Ja, nur hätte dieser Stein schon früher ins Rollen gebracht werden können, und vielleicht sogar sollen.

So wird es wohl in relativ naher Zukunft an mir, als Lehrer, liegen, die Kinder auf das vorzubereiten, was ich niemals erleben werde – und ich werde mich dieser Herausforderung stellen!

Der Anfang ist gemacht.

•Dezember 4, 2007 • Kommentar schreiben

Ein weiterer Tag, der 30.Nov., in unserer illustren Runde ging vorbei. Diesmal bekamen wir etwas über Anna Oppermann, eine moderne Künstlerin, zu hören. Es war angenehm, wenn auch nicht übermäßig gut. Da das Thema mir eh recht wenig gab und der Vortrag keine besonderen Highlights hatte, wäre es mir wohl äußerst schwer im Unterricht gefallen dort meine Lauscher und Ohren offen zu behalten.

Was mir aber wiederum viel gab, war die anschließende gemeinsame Erarbeitung eines Stundenplanungskonzeptes. Was sollte man als erstes tun, wenn man eine neue Klasse betritt? Worauf muss man bei der Unterrichtsplanung achten? (Link folgt später)

Das war es, was ich schon die ganze Zeit suchte: Einfach eine Art Fahrplan: So geht es erfahrungsgemäß am einfachsten.

Aber in der Woche tat sich noch etwas viel entscheidenderes: Der erste Besuch meines zukünftigen Praktikumsplatzes im Februar: Das Walddörfer Gymnasium.

Eine erstaunlich große Schule, mit einer familliären Atmosphäre. Der Direktor gab mir eine kleine Besichtigungstour durch den Keller dieser Einrichtung, da dort sich die Naturwissenschaften aufhalten. Mein erster Ansprechpartner war Herr S., ein gute 30 Jahre Lehrer, spritzig, locker und freundlich. Sofort kamen wir ins Gespräch, was denn möglich und was sinnvoll wäre. Scheinbar werde ich “meine” Schüler in wenigen Monaten mit organische Chemie quälen dürfen.  *harhar* Ein recht angenehmes Thema, weil sich alles aufeinander aufbaut und sich eher erweitert, als neue Ansätze hinzu kommen. Begeister war Herr S. von der Idee, dass ich doch auch as Smartoboard einführen könnte, da er selbst kaum damit Erfahrungen gemacht hat… Dann wird es Zeit. =)

Der Besuch lief besser ab, als ich dachte. Mit frohem Mut und einen neuen Ansporn für dieses Studium verlies ich dieses Gemäuer wieder, in dem Wissen: Hier will ich wieder hin!

It’s my turn

•November 26, 2007 • Kommentar schreiben

Der 2. Tag unserer Präsentationen und diesmal wurde ich in den Ring der Lehrerprobanten geschmissen und… dadadadammm… mit Erfolg *JUBELSCHREI*

Aber eins nach dem anderen:

Die Vorbereitung selber dauerte vielleicht eine halbe Stunde: Die Mini-PP basteln und 2 mal durchsprechen. Wie erwartet war die Aufregung vor der Stunde wesentlich größer als diese während ich anfing zu sprechen. Es war dasselbe Gefühl wie damals in der Schule: Schafft man es gleich die “Schüler” auf seine Seite zu haben? (Nun gut. wäre schlimm in so einer Übungsgruppe wenn nicht :P ) Und werde ich ruhig und nicht verhaspelnd sprechen können?

Und es flutschte gut, wie ein Puk auf dem Eis: Als ich einmal angefangen hatte zu reden, fühlte ich mich sofort wohl da vorne, stolz etwas präsentieren zu dürfen, was einige so noch nicht, bzw. nicht mehr kannten: Valenz-Strichformeln. Ein Schwank aus der Chemie und Erleichterung machte sich breit, als ich erkannte, dass so ziemlich jeder so ungefähr verstand wozu sie sind und wie man (einfache) Moleküle korrekt in dieser Schreibweise verfasst.

Die anschließende Kritik fiel außerordentlich positiv aus: Sie mochten meine Präsenz, Ausstrahlung und auch den Aufbau sowie die Art und Weise, wie ich es ihnen präsentiert habe. Als Entdecker des Smartboardes und seiner Funktionen hatte ich scheinbar schnell einen Platz in ihrem Herzen… *räusper*…in ihren Köpfen gefunden. Lediglich ein kurzer Hinweis: “Das ist vereinfacht und entspricht nicht der vollständigen Schreibweise” fehlte, da ich auch diese Form in den kurzen 10 Minuten nie hätte lehren können.

Es war einfach toll und mit dieser Erfahrung bereichert bin ich äußerst motiviert mein Praktikum im Frühjahr anzugehen.

Anschließend wurden uns noch einige Funktionen des Smartboardes direkt vorgestellt und noch die Einteilung für die Praktkiumsplätze wurde vorgenommen. Dazu aber nächstes mal mehr.

Jetzt schwelge ich in meinen Erinnerungen begeistert über meine “erste Stunde” =)

Das erste Opfer

•November 15, 2007 • 1 Kommentar

Heute ist der 15. Nov. 2007.

Der erste aus meiner Gruppe hat sich freiwillig dazu bereit erklärt heute das erste Microteaching abzuhalten und ich muss gestehen: erfolgreich. =) (Ein Lob an dieser Stelle)

Sehr locker und dennoch informativ brachte er uns in wenigen Minuten den Filmschnitt näher.

Aber für mich weitaus interessanter war das anschließende Gespräch über die Evaluation eines solchen Microtechings: In wie fern ist es aussagekräftig über die Befähigung zum Lehren? Sollte man so etwas öfters als nur in diesem Seminar machen? Ist diese Form überhaupt geeignet das Lehren so zu lernen?

Mehrere Meinungen wurden kund und wir waren einstimmig davon überzeugt, dass diese Form des Lehrerwerdens die wohl effektivste Methode ist. Der schwerwiegenden Theorie zum Trotz lernt man so am ehesten die Lehrerrolle einzunehmen.

Nächste Woche werde ich in diesem “Theaterspiel” die Hauptrolle übernehmen und ehrlich gesagt freue ich mich sehr über diese Aufgabe: seit gut vier Jahren trage ich in mir den Wunsch Lehrer zu werden und ich merke, wie ich diesem Ziel nun Schritt für Schritt eifrig entgegentrete.

In dem anschließenden Teil dieser Sitzung wurden uns die einzelnen E-Port-Folio-Möglichkeiten und das Stundenstrukturmodell vorgestellt.

Und so bin ich auf diese Seite gestoßen und nun dürft ihr meine Auswüchse der Gedankenwelt mitlesen… Bedankt euch bei Herr Meyer. *grins*

Bis nächste Woche dann, vielleicht auch früher, je nachdem ob ich was interessantes finde oder nicht.